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Geta Brătescu

*1926 in Ploiești, Rumänien, verstorben 2018 in Bukarest, Rumänien.

Als Zeitzeuge der bewegten Geschichte Rumäniens, vom Königreich zur Diktatur unter Nicolae Ceaușescu von 1967 bis 1989, gehört Geta Brătescu mit ihrem umfangreichen Werk zu den Pionieren einer zeitgenössischen künstlerischen Sprache im osteuropäischen Kontext.

Erst in den letzten Jahren wurde ihr Werk in internationalen Ausstellungen gebührend gewürdigt.

Canzone

Das Lied der Mutter Courage und das gleichnamige Theaterstück von Bertold Brecht mögen Pate gestanden haben für diese fünfteilige Serie. Die zurückhaltende Farbigkeit der Aquarelle und spröde Qualität der Zeichnungen, ihre Rätselhaftigkeit, vermitteln eine künstlerische Sprache, die überhaupt nicht zur offiziellen Kunst unter der Diktatur Ceaușescus im Rumänien der 1970er Jahren passte. Bertold Brecht passte da schon eher. Hinter ihm konnte sich Geta Brǎtescu vor den omnipräsenten Augen der Securitate verbergen und ihre künstlerische Individualität entfalten. Das Thema der Mutter Courage beschäftigte sie über mehr als ein Jahrzehnt. Kunst kann eine Wahrheit in visueller Vieldeutigkeit zum Ausdruck bringen für die Sprache viele Worte benötigt.

'During Communism, Brecht's oeuvre, heavily realistic through its stylistic expressionism, was accepted because in his plays the human destinies were unfolding in a society unfavourable (to the humane).
Mutter Courage, the heroine of the play with the same name, is a symbolical character of the contemporary world, at the level of those from the Greek mythology.
I tried to portray this character, in theatrical compositions, sequentially using various techniques, drawing, lithography, woodcut.' (Geta Brǎtescu in einer Notiz aus dem Jahre 1965)

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