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Vladimír Houdek

*1984 in Nové Město na Moravě, Tschechische Republik, lebt in Prag, Tschechiche Republik.

Vladimír Houdek studierte an der Akademie der Schönen Künste in Prag in der Klasse von Vladimír Skrepl. 2012 erhielt er den Jindřich Chalupecký Award für junge Künstler. Mit seinem malerischen Werk, das Collage und Materialbild, formale Abstraktion und gegenständliche Narration miteinander verbindet, gehört er zu einer jungen Generation an Malern, die in ganz prägnanter Weise den Bildraum und die Bildwirkung eines Gemäldes in einer Zeit, in der schon alles gemalt zu sein scheint, neu formulieren und untersuchen. Seit Gerhard Richter, der in seinem Werk den vermeintlichen Gegensatz von Abstraktion und Gegenständlichkeit zugunsten der autarken Bildwelt eines Gemäldes aufgehoben hat, und seit der Erkenntnis, dass jedes Bild, das wir uns von der Wirklichkeit machen, eben nie die Wirklichkeit selbst darstellt, gewinnt die Malerei eine neue Freiheit.

Untitled (M.D.)

Ein geheimnisvolles Bild, das in seinem warmen Licht eine Art Zielscheibe umschließt. Dort im Mittelpunkt der Ringe wäre in der Entfernung des Ziels das Zentrum. Darüber legt sich ein geschwungenes, schwebendes Band, das den Blick auf seinem Weg zum Ziel wieder umlenkt, aufhält, ablenkt und zu den Seiten hin gleiten lässt. Was für einen Raum stellt das Gemälde dar? Oder stellt es gar nichts dar? Ist es nicht vielmehr, nachdem längst alles fotografiert, abgebildet und dargestellt wurde, ein ganz neuer Raum – der visuelle Raum eines Gemäldes?

Liquid Scarlet

Die aus 40 kleinen Bildtafeln bestehende Werkgruppe 'Liquid Scarlet' aus dem Jahre 2013 ist ein hervorragendes Beispiel für den offenen Umgang einer jungen Generation an Malern und Malerinnen mit den  vielfältigen und autonomen Möglichkeiten des Tafelbildes.

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