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Maria Kulikovska

Maria Kulikovska wurde 1988 in der Hafenstadt Kerch auf der gleichnamigen Halbinsel geboren. Die Landzunge bildet den östlichen Teil der Krim. Sie studierte an der National Akademie für Kunst und Architektur in Kiev und schloss das Studium2013 mit einem Master in Kunst und Architektur ab. Nach der Besetzung der Krim durch Russland wurde sie in ihrem eigenen Land zum registierten Flüchtling mit der Nummer 254.

Homo Bulla

'Homo Bulla' bezieht sich auf das alte lateinische Sprichwork, dass die menschliche Existenz wie ein Luftblase sei. Das menschliche Sein in all seiner Fragilität und Vergänglichkeit kann mit einer flüchtigen Seifenblase verglichen werden. Die drei Skulpturen von Maria Kulikovska, betitled mit 'Homo Bulla (white, red, green)' sind aus Seife nach ihrem eigenen Körper geformt. Schon 2012 realisierte die Künstlerin eine vergleichbare Series solcher durchsichtigen Körper, die geheimnisvoll aus ihrem Inneren wie Kristalle erstrahlen. Sie wurden auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik für Isolierstoffe im Donetsk in der Ostukraine installiert. Das Gelände dieser aufgegebenen Fabrik waren das Zuhause der Izolyatsia Foundation, welche sich auf die Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst in diesem ehemals durch Schwerindustrie geprägten Teil der Ostukraine konzentrierte. Die Foundation ist heute in Kiev aktiv.

Die Seifenskultpuren standen draußen in den Ruinen der ehemaligen Fabrikhallen und sollten der natürlichen Veränderung durch Wind und Wetter ausgesetzt sein. Diese Prozess einer langsamen Verwandlung und Auflösung wurde abrupt durch militärische Gewalt beendet. Im Frühjahr 2014 besetzte die Miliz der selbsternannten ‘Donetsk People’s Republic’ das Gelände. Maria Kulikovska kam auf eine Liste degenerierter Künstler. Viele der Kunstwerke auf dem Gelände wurden zerstört, die Skulpturen dienten als Ziele für Schießübungen.

Die drei 2015 neu produzierten Skulpturen wurden 2015 in der Saatchi Gallery in London ausgestellt und wurden erneut Opfer einer offensichtlich aggressiven Attacke. Die Künstlerin betrat den Ausstellungsraum unbekleidet, goss 'Blut' über eine der Skulpturen und schlug mit einem Hammer auf sie ein. Die tiefen Wunden und Zerstörungen bleiben sichtbar auf der grünen Skulptur.

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