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Martina Vacheva

*1988 Plovdiv, Bulgarien, lebt in Plovdiv und der Bretagne, Frankreich.

'Postthracians' series' bezieht sich auf die Geschichte der thrakischen Kultur in Bulgarien und spielt mit dem ästhetischen Code antiker archäologischer Objekte und dem Stereotyp der bulgarischen Lebensweise von heute. Die meisten Objekte sind von Ästhetik und Aussehen der echten Goldschätze der Thraker (der Schatz von Panagyurishte und der Schatz von Letnishko usw..) inspiriert, die mit verschiedenen Szenen aus der Gegenwart in Bulgarien vermischt werden.  
Die meisten der gefundenen Gefäße der thrakischen Schätzen wurden bei Ritualen verwendet, wobei normalerweise Wein getrunken wurde. Die Gegenstände sind mit Szenen aus der thrakischen Mythologie und Alltag verziert, zum Besipiel reitende Pferde, die Jagd, Tierfiguren und vor allem das Symbol der Sonne, sowie erotische Rituale...In Anbetracht der Präzision mit der Gefäße gearbeitet sind und der Verwendung von Gold als Material, kann man annehmen, dass die Thraker eine Vorliebe für Schönheit und Luxus hatten. 
Die Künstlerin überlagert die Ästhetik dieser alten Zivilisation mit ihrem Standpunkt zur stereotypischen bulgarischen Lebensweise und den Klischees der Gegenwart. Das ist also unser Erbe, das was von uns als Repräsentation des bulgarischen Lebensstils, der Kultur und der Persönlichkeit der jetzigen Zeit übrig bleiben wird. Es ist ein paradoxes soziales Porträt, das verschiedene Aspekte zeigt, die mit den Thrakern zusammenhängen, wo die Liebe zu luxuriösem Gold zu einer kitschigen nachbildung archäologischer Objekte wird.

Die antiken Themen erleben in der Gegenwart eine Metamorphose. Die erotischen Rituale beispielsweise finden jetzt während eines Schulabschlussballs statt. Alkohol und Sexualität sind auf eine tragikomische Weise vorhanden.

Die 'Postthracians' -Serie stellt den sozialen und kulturellen Schatz Bulgariens dar, der Teil der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sein wird.
 

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