Agnieszka Polska und Iza Tarasewicz auf der 11. Gwangju Biennale

18/10/2016

Die polnischen Künstlerinnen Agnieszka Polska und Iza Tarasewicz sind Teil der 11. Ausgabe der Gwangju Biennale in Korea. Unter dem Titel "The Eighth Climate (What Does Art Do?)" untersucht die Biennale das Verhänltnis der Kunst zu unserer Zukunft. Weitere Aspekte sind die Vermittlung der Kunst, ihre Einbettung in verschiedene Kontexte und das Potenzial der Kunst bereits bestehende Aktivitäten und Personen auch über große Entfernungen zu verbinden. Zu sehen bis zum 6. November 2016.

Wie Maria Lind, künstlerische Direktorin der Biennale in ihrer kuratorischen Einleitung festhält, bezieht sich das "achte Klima" auf einen Zustand, den wir durch unsere phantasievolle Wahrnehmung erreichen könnten. Der Begriff des achten Klimas geht auf den persischen Mystiker und Philosophen des 12. Jahrhunderts Sohrevardi (1154-91) zurück und wurde durch den französischen Philosophen Henri Corbin (1903-78) wieder aufgegriffen und weiter bearbeitet. Im Gegensatz zu den von griechischen Geographen indentifizierten sieben physikalischen Klimata der Erde, handelt es sich hier um ein zusätzliches Klima, das als "Zwischenwelt" zwischen den natürlichen und geistigen Welten fungiert. Corbin beschreibt das achte Klima als ontologisch real und existierend, aber über unsere gewöhnliche Art, Dinge wahrzunehmen und zu verstehen, hinausgehend."

Agnieszka Polskas Werk Glass of Petrol, 2015, illustriert die vom kuratorischen Team der Biennale gestellte Frage "Was macht die Kunst". Wir sehen ein mit schimmernden Benzin gefülltes Champagnerglas, in der Farbigkeit des Planeten Erde gehalten, uns an die generelle Abhängigkeit der Welt an das Öl erinnernd.

Zu sehen bis 6. November 2016.

Foto: Agnieszka Polska, Glass of Petrol, 2015